Proktologie · Kreuzberg · Mitte
Analfissur behandeln in Berlin — die meisten heilen ohne Operation
Proktologische Sprechstunde in Berlin-Kreuzberg, an der Grenze zu Mitte. Ein Riss im Analkanal schmerzt weit über seine Größe hinaus. Behandelt wird zuerst der Schließmuskel, nicht die Wunde.
Erst entlasten, dann entscheiden
Der ruhigere Weg: keine Warteschleife, und Sie haben unsere Antwort schriftlich.
Für Dringendes und schwer Planbares. Besetzt in der Regel 9:00 – 15:00 Uhr, freitags bis 13:00 Uhr.
Fr. 8:00 – 14:00 Uhr
Die Untersuchung ist behutsam und kurz. Eine schmerzende Fissur wird nicht gegen Ihren Willen gespreizt — bei starken Schmerzen sehen wir zuerst nur, was ohne Druck zu sehen ist.
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Beschwerden
Ein kleiner Riss, der einen Kreis in Gang setzt
Eine Analfissur ist ein länglicher Riss in der Schleimhaut des Analkanals, meist an der hinteren Mittellinie. Gemessen ist sie winzig. Was sie so quälend macht, ist nicht ihre Größe, sondern was sie auslöst.
Der Riss schmerzt. Der Schmerz lässt den Schließmuskel verkrampfen. Der Krampf drosselt die Durchblutung. Und schlecht durchblutetes Gewebe heilt nicht. Damit schließt sich der Kreis: Die Wunde bleibt offen, weil sie wehtut, und tut weh, weil sie offen bleibt.
Das erklärt auch, warum die Behandlung zuerst auf den Muskel zielt und nicht auf die Wunde. Wird der Druck gesenkt, kommt Blut an — und der Riss heilt oft von selbst zu.
Schmerz beim Stuhlgang
Scharf, schneidend, oft mit einem Nachbrennen, das Minuten bis Stunden anhält. Viele beschreiben es als das Unangenehmste, was sie kennen — bei einem Befund, den man kaum sieht.
Hellrotes Blut
Meist wenig, am Papier oder als Auflagerung. Dunkles oder mit dem Stuhl vermischtes Blut gehört dagegen rasch abgeklärt und spricht nicht für eine Fissur.
Angst vor dem nächsten Mal
Die Folge, über die selten gesprochen wird: Man hält den Stuhl zurück, er wird härter, der nächste Gang verletzt erneut. Auch das ist Teil des Kreises.
Je früher der Kreis unterbrochen wird, desto seltener wird operiert.
Termin online buchen Per E-Mail anfragenAkut oder chronisch
Sechs Wochen sind die Linie
Für die Behandlung zählt vor allem eine Frage: Wie lange besteht der Riss schon? Alles darunter gilt als akut und heilt häufig noch von selbst ab. Darüber spricht man von einer chronischen Fissur — und die heilt in aller Regel nicht mehr ohne gezielte Behandlung.
| Akute Fissur | Chronische Fissur | |
|---|---|---|
Dauer | weniger als sechs Wochen | länger als sechs Wochen |
Schmerz | stechend, vor allem beim Stuhlgang | auch zwischen den Stuhlgängen |
Heilung | meist von selbst | verzögert oder gar nicht |
Befund | frischer Riss, sonst unauffällig | vernarbte Ränder, Vorpostenfalte, verdickte Analpapille |
Die Vorpostenfalte ist der häufigste Grund für einen Schreck. Sie ist eine kleine Hautfalte am äußeren Ende der Fissur, gehört zum chronischen Verlauf und wird oft für eine Hämorrhoide gehalten. Sie ist keine.
Ohne Operation
Was zuerst versucht wird — und meistens reicht
Bevor über einen Eingriff gesprochen wird, geht es darum, den Kreis aus Schmerz und Krampf zu durchbrechen. Das ist keine Hinhaltetaktik, sondern die Behandlung mit der besten Nutzen-Risiko-Bilanz.
- Weicher Stuhl — ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend trinken, bei Bedarf ein mildes Quellmittel. Der wirksamste Hebel, und der, den nur Sie bedienen können
- Salben, die den Schließmuskel entspannen — Nitrat- oder Kalziumkanalblocker-Salben senken den Druck im inneren Schließmuskel und verbessern die Durchblutung
- Schmerzlinderung örtlich — damit der Stuhlgang nicht mehr gefürchtet wird und der Kreis sich nicht weiterdreht
- Botulinumtoxin — entspannt den Schließmuskel für einige Monate und verschafft der Fissur Zeit zu heilen. Steht zwischen Salbe und Operation
Diese Behandlung braucht Konsequenz, nicht Geduld allein. Salben wirken nur, wenn sie über Wochen regelmäßig angewendet werden, und der weiche Stuhl muss weich bleiben, auch wenn es schon besser geht. Die meisten Rückfälle entstehen genau dort.
Was Sie selbst tun können, besprechen wir gleich mit.
Termin online buchen Per E-Mail anfragenWenn das nicht reicht
Wann ein Eingriff sinnvoll wird
Bleibt die Fissur trotz konsequenter Behandlung bestehen, bleiben die Schmerzen, oder kommen Komplikationen wie eine Fistel oder ein Abszess dazu — dann bringt weiteres Zuwarten nichts mehr. Ein Eingriff kann die Fissur dauerhaft zur Abheilung bringen.
| Verfahren | Was dabei geschieht | Geeignet bei |
|---|---|---|
Fissurektomie Ausschneiden der Ränder | Das vernarbte Gewebe an den Rändern wird entfernt, sodass aus der chronischen wieder eine frische Wunde wird, die heilen kann. Der Schließmuskel bleibt unberührt | chronischer Fissur ohne stark erhöhten Schließmuskeldruck |
Laterale Sphinkterotomie LIS | Ein kleiner Anteil des inneren Schließmuskels wird seitlich durchtrennt, um den Druck dauerhaft zu senken | anhaltend hohem Schließmuskeldruck, wenn anderes nicht geholfen hat |
Laser muskelschonend | Der Fissurgrund wird gezielt behandelt, ohne den Schließmuskel zu durchtrennen | Fissuren, bei denen die Schließmuskelfunktion erhalten bleiben soll |
Die Sphinkterotomie ist wirksam und genau deshalb nicht der Standard für jede Fissur. Sie senkt den Druck dauerhaft — aber sie durchtrennt Muskel, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Wo der Druck nicht das führende Problem ist, wird deshalb muskelerhaltend gearbeitet.
Wir sagen Ihnen auch, wenn konservativ noch nicht ausgereizt ist.
Termin online buchen Per E-Mail anfragenRisiken
Was Sie vorher wissen sollten
Die Eingriffe an der Analfissur sind klein und gut untersucht. Die Punkte, die ins Gespräch gehören, sind trotzdem echt.
- Beeinträchtigung der Feinkontinenz — das Risiko, das gegen die Sphinkterotomie spricht. Gering, aber nicht null, und der Grund, warum nicht jede Fissur so behandelt wird
- Erneute Fissur — vor allem, wenn der Stuhl wieder hart wird. Die Nachsorge ist hier wichtiger als bei den meisten anderen Eingriffen
- Wundheilungsstörung — in dieser Region nicht selten, weil die Wunde feucht liegt und beansprucht wird
- Schmerzen in den ersten Tagen — meist deutlich geringer als die Schmerzen der Fissur selbst, aber vorhanden
- Wundinfektion — selten, und meist mit Antibiotika gut behandelbar
Melden Sie sich, wenn nach dem Eingriff Fieber, zunehmende Schmerzen oder eine Rötung im Wundgebiet auftreten. (030) 2529 9482
Kosten
Was die Behandlung kostet
Die Behandlung der Analfissur ist eine Leistung der Krankenversicherung — gesetzlich wie privat, konservativ wie operativ.
Gesetzlich versichert
Sprechstunde, konservative Behandlung und Eingriff sind Kassenleistung. Eine Überweisung brauchen Sie dafür nicht.
Privat versichert
Erstattungsfähige Leistung, abgerechnet nach der Gebührenordnung für Ärzte. Die Unterlagen für Ihre Versicherung bekommen Sie von uns.
Sie sind Selbstzahlerin oder Selbstzahler oder nicht in Deutschland versichert? Dann besprechen wir die Kosten bei der ersten Untersuchung — und Sie bekommen einen schriftlichen Kostenvoranschlag, bevor irgendetwas entschieden wird.
Eine Zahl vorab wäre geraten: Der überwiegende Teil der Fissuren wird gar nicht operiert. Was ein Eingriff kostet, hängt vom Verfahren ab — deshalb nennen wir es erst, wenn feststeht, dass einer nötig ist.
Wer Sie behandelt
Vier Ärztinnen und Ärzte, ein Schwerpunkt
Wer Sie in der Sprechstunde untersucht, behandelt Sie auch. Bei einem Thema, das so viel Überwindung kostet, ist das keine Organisationsfrage — Sie sollen die Geschichte nicht zweimal erzählen müssen.
Dr. med. David Machó
Ahmed Sultan
Aleksandr Parkhomenko
Clarissa Asmussen
Kein wechselndes Team, keine Übergabe. Sie erzählen es einmal.
Termin online buchen Per E-Mail anfragenStandort · Kreuzberg · Mitte
Wo wir behandeln
Sprechstunde und Behandlung finden am selben Ort statt, in der Charlottenstraße — direkt am Checkpoint Charlie, an der Grenze zwischen Berlin-Kreuzberg und Mitte.
Echte Aufnahmen aus unseren Räumen — keine Stockfotografie.
VenaZiel MVZ
10969 Berlin
Schreiben Sie uns, wann immer es Ihnen passt — kein Warten in der Leitung, keine verlorene Mittagspause. Unser Team antwortet so schnell wie möglich, und Sie haben die Antwort schriftlich zum Nachlesen.
Für Dringendes und alles, was sich schlecht planen lässt.
In der Regel 9:00 – 15:00 Uhr · Fr. bis 13:00 Uhr
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Analfissur
Heilt eine Analfissur von allein?
Eine frische Fissur oft ja. In den ersten Wochen heilt der Riss häufig ab, sobald der Stuhl weicher wird und der Schließmuskel sich entspannt. Bleibt sie länger als sechs Wochen bestehen, spricht man von einer chronischen Fissur — und die heilt in aller Regel nicht mehr ohne gezielte Behandlung.
Warum tut das so weh, obwohl es nur ein kleiner Riss ist?
Weil der Schmerz einen Kreis in Gang setzt. Der Riss schmerzt, der Schließmuskel verkrampft sich reflexhaft, der Krampf drosselt die Durchblutung — und schlecht durchblutetes Gewebe heilt nicht. Genau diesen Kreis unterbricht die Behandlung, deshalb zielt sie zuerst auf den Muskel und nicht auf die Wunde.
Muss ich operiert werden?
Meistens nicht. Salben, die den Schließmuskeldruck senken, Stuhlregulierung und Geduld bringen einen großen Teil der Fissuren zur Abheilung. Eine Operation kommt erst infrage, wenn die Fissur trotz konsequenter Behandlung nicht heilt, die Schmerzen bleiben oder Komplikationen dazukommen.
Was ist mit Botox?
Botox entspannt den inneren Schließmuskel für einige Monate und gibt der Fissur damit Zeit zu heilen. Es steht zwischen Salbe und Operation: kein Eingriff am Muskel, aber wirksamer als eine Creme. Ob es für Sie sinnvoll ist, hängt davon ab, wie hoch der Druck im Schließmuskel ist.
Bleibt nach einer Operation eine Schwäche zurück?
Das ist die Frage, die bei der Sphinkterotomie zählt, weil dabei ein Teil des inneren Schließmuskels durchtrennt wird. Das Risiko einer leichten Beeinträchtigung ist gering, aber es ist nicht null — und deshalb wird nicht bei jeder Fissur so operiert. Verfahren, die den Muskel nicht durchtrennen, sind die Alternative.
Wie lange falle ich aus?
Nach einem Eingriff an der Fissur sind die meisten Menschen nach wenigen Tagen wieder arbeitsfähig, bei sitzender Tätigkeit oft schneller als bei körperlicher. Bis die Wunde vollständig verheilt ist, vergehen einige Wochen — beschwerdefrei ist man in aller Regel deutlich früher.
Sechs Wochen sind schnell vorbei — und danach wird es schwerer
Eine frische Fissur heilt oft mit wenig Aufwand. Eine, die vernarbt ist, braucht mehr. Der Unterschied liegt selten am Befund, meistens am Zeitpunkt.
Lieber schreiben? [email protected]
Telefonisch unter (030) 2529 9482, besetzt in der Regel 9:00 – 15:00 Uhr, freitags bis 13:00 Uhr
Geöffnet Mo. – Do. 8:00 – 16:00 Uhr · Fr. 8:00 – 14:00 Uhr



