Meilenstein für Kassenpatienten: VenaZiel ermöglicht als erster Anbieter in Deutschland die VenaSeal™-Behandlung über die Mobil Krankenkasse

Moderne, minimalinvasive Krampfaderbehandlung war für gesetzlich Versicherte lange schwer zugänglich. Gemeinsam mit der Mobil Krankenkasse, der GVN – GesundheitsVerbund Nord GmbH und dem Medizintechnik-Unternehmen Medtronic hat VenaZiel einen Pilot-Versorgungsvertrag umgesetzt, der berechtigten Versicherten den Zugang zur Behandlung mit dem VenaSeal™ Closure System eröffnet. Für viele Menschen mit Krampfadern ist das ein spürbarer Schritt nach vorn.

 

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Was ist neu? Berechtigte Versicherte der Mobil Krankenkasse können die minimalinvasive VenaSeal™-Behandlung im Rahmen eines Pilot-Versorgungsvertrags in Anspruch nehmen.
  • Für wen? Versicherte der Mobil Krankenkasse mit einer behandlungsbedürftigen Venenerkrankung – die Eignung im Einzelfall klärt immer die ärztliche Untersuchung.
  • Was ist VenaSeal™? Ein modernes Verfahren, das erkrankte Stammvenen mit einem medizinischen Gewebekleber verschließt – ohne Hitze und ohne großflächige Betäubung.
  • Warum ist das besonders? VenaZiel ist der erste Versorgungspartner in Deutschland, der diesen Weg im Rahmen des Modells für Kassenpatienten geöffnet hat.

 

Was genau hinter dem neuen Versorgungsvertrag steckt – und für wen die Behandlung infrage kommt – lesen Sie hier.

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Ein neuer Zugang zur modernen Venenbehandlung

Krampfadern (Varizen) sind weit mehr als ein kosmetisches Thema. Unbehandelt können sie zu Schweregefühl, Schwellungen und Hautveränderungen führen – bis hin zum offenen Bein (Ulcus cruris venosum).

Bewährte moderne Verfahren standen bislang jedoch häufig nur privat Versicherten oder Selbstzahlern offen. Genau hier setzt der neue Pilot-Versorgungsvertrag an.

Für rund eine Million Versicherte der Mobil Krankenkasse [1] ändert sich damit die Ausgangslage: Berechtigte Versicherte können die VenaSeal™-Behandlung im Rahmen dieses Modells in Anspruch nehmen. Ob die Methode im Einzelfall medizinisch sinnvoll und geeignet ist, entscheidet immer die individuelle ärztliche Untersuchung.

Was ist das VenaSeal™ Closure System?

VenaSeal™ ist ein modernes, minimalinvasives Verfahren zur Behandlung erkrankter Stammvenen. Über einen kleinen Zugang wird ein medizinischer Gewebekleber eingebracht, der die betroffene Vene gezielt verschließt. Das Blut sucht sich anschließend seinen Weg über gesunde Venen.

Für viele Patientinnen und Patienten ist vor allem die schonende Art des Eingriffs entscheidend. Die Methode hat einige Besonderheiten, die sie von älteren Verfahren unterscheiden:

  • Ohne Hitze – kein Laser und keine Radiofrequenz, dadurch keine hitzebedingte Reizung des umliegenden Gewebes.
  • Ohne Tumeszenz – es ist keine großflächige Betäubungsflüssigkeit rund um die Vene erforderlich.
  • Schonend und alltagsnah – viele Patientinnen und Patienten können nach dem Eingriff rasch in ihren Alltag zurückkehren.

Wichtig bleibt: Ob VenaSeal™ das richtige Verfahren ist, hängt vom individuellen Befund ab – einschließlich einer Ultraschalluntersuchung der Venen (Duplexsonographie).

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📋 Klinische Hinweise

Das VenaSeal™ Closure System (Medtronic) basiert auf der endovenösen Applikation eines n-Butyl-2-Cyanoacrylat-Klebers zum nicht-thermischen Verschluss insuffizienter Stammvenen, typischerweise der Vena saphena magna. Im Unterschied zu thermischen Verfahren (EVLA, RFA) entfällt die perivenöse Tumeszenzanästhesie; damit entfällt das Risiko einer thermischen Schädigung angrenzender Strukturen, etwa des N. saphenus [2]. Eine routinemäßige postinterventionelle Kompressionstherapie ist verfahrensbedingt nicht zwingend erforderlich. Die Indikationsstellung erfolgt duplexsonographisch nach klinischer Einordnung (u. a. CEAP). Kontraindikationen, Begleitbefunde und individuelle Eignung sind vor jedem Eingriff ärztlich zu prüfen.

 

Warum dieser Versorgungsvertrag ein Meilenstein ist

Der Vertrag zeigt, was möglich wird, wenn Leistungserbringer, Kostenträger und Industrie gemeinsam an besseren Versorgungswegen arbeiten.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet er vor allem eines: einen schnelleren Zugang zu moderner Medizin – dort, wo bislang oft nur ältere oder invasivere Verfahren regulär erstattet wurden.

VenaZiel ist dabei der erste Versorgungspartner in Deutschland, der diesen Weg im Rahmen des Modells für Kassenpatienten geöffnet hat.

VenaZiel: Vorreiter in der minimalinvasiven Venenmedizin

VenaZiel gehört zu den führenden Zentren für minimalinvasive Venentherapie in Deutschland und ist als Medtronic Hospitationszentrum anerkannt. Damit gehört VenaZiel zu den Vorreitern, wenn es darum geht, moderne Venenmedizin strukturell zugänglicher zu machen.

Der Anspruch dahinter lässt sich in einem Satz zusammenfassen – dem Leitgedanken von Gründer und Ärztlichem Leiter Dr. Hamidreza Mahoozi: „Der Arzt, der Systeme baut.“ Also Medizin, die nicht nur behandelt, sondern strukturell besseren Zugang schafft.

Behandelt wird an den VenaZiel-Standorten in Berlin (Friedrichstraße und Charlottenstraße) sowie in Frankfurt am Main.

Für wen kommt die Behandlung infrage?

Grundsätzlich richtet sich das Angebot an berechtigte Versicherte der Mobil Krankenkasse mit einer behandlungsbedürftigen Venenerkrankung.

Ob eine VenaSeal™-Behandlung im Einzelfall medizinisch sinnvoll und geeignet ist, klären wir in einer persönlichen Beratung mit ausführlicher Diagnostik. Dazu gehört immer eine Ultraschalluntersuchung Ihrer Venen.

So lässt sich individuell einschätzen, welches Verfahren für Ihre Situation der richtige Weg ist.

Jetzt Beratungstermin vereinbaren

Sind Sie bei der Mobil Krankenkasse versichert und leiden unter Krampfadern? Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch bei VenaZiel. Gemeinsam finden wir heraus, welche Behandlung für Ihre Venen der richtige Weg ist.

➡️ Jetzt Termin anfragen – per E-Mail an [email protected] oder direkt über unsere Website.

 

Häufige Fragen (FAQ)

Bin ich als Kassenpatient/in automatisch berechtigt?

Das Modell richtet sich an berechtigte Versicherte der Mobil Krankenkasse mit einer behandlungsbedürftigen Venenerkrankung. Ob Sie im Einzelfall infrage kommen, hängt sowohl von den Voraussetzungen des Versorgungsvertrags als auch vom medizinischen Befund ab. Das klären wir gemeinsam im Beratungsgespräch.

Tut die VenaSeal™-Behandlung weh?

VenaSeal™ ist ein minimalinvasives Verfahren, das ohne Hitze und ohne großflächige Betäubung rund um die Vene auskommt. Viele Patientinnen und Patienten empfinden den Eingriff als gut verträglich. Wie Sie den Eingriff persönlich erleben, kann individuell variieren – Ihr Behandlungsteam bespricht den Ablauf vorab mit Ihnen.

Muss ich nach der Behandlung Kompressionsstrümpfe tragen?

Ein Vorteil des VenaSeal™-Verfahrens ist, dass eine routinemäßige Kompressionstherapie nach dem Eingriff verfahrensbedingt nicht zwingend erforderlich ist [3]. Ob im Einzelfall dennoch eine Kompression sinnvoll ist, entscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin anhand Ihres individuellen Befunds.

Wie schnell bin ich wieder im Alltag?

Viele Patientinnen und Patienten können nach der Behandlung rasch in ihren Alltag zurückkehren. Der genaue Verlauf hängt vom individuellen Befund und vom Umfang der Behandlung ab. Konkrete Empfehlungen für Ihre Situation erhalten Sie im persönlichen Gespräch.

Für welche Krampfadern ist VenaSeal™ geeignet?

VenaSeal™ wird zur Behandlung erkrankter Stammvenen eingesetzt. Ob die Methode für Ihre Venen geeignet ist, lässt sich erst nach einer Ultraschalluntersuchung (Duplexsonographie) und ärztlicher Einordnung sicher beurteilen. In manchen Fällen können auch andere Verfahren sinnvoller sein – das besprechen wir individuell mit Ihnen.

Quellen

[1] Mobil Krankenkasse – offizielle Versichertenzahlen (Geschäftsbericht / Mitgliederstatistik); ergänzend GKV-Spitzenverband, Mitgliederstatistik der gesetzlichen Krankenkassen.

[2] Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie (DGP) sowie European Society for Vascular Surgery (ESVS) – Leitlinien und Empfehlungen zur nicht-thermischen Venenablation.

[3] Morrison N. et al., „Randomized trial comparing cyanoacrylate embolization and radiofrequency ablation for incompetent great saphenous veins (VeClose)“, Journal of Vascular Surgery, 2015 (inkl. Langzeit-Follow-ups); ergänzend klinische Daten zum Medtronic VenaSeal™ Closure System.